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Erwachsenenbildung auf dem Weg in eine „nachhaltige Zukunft“?

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Stabile Schönheit - Brettschichtholz aus Pappel


 
 
 
Nicht jeder Fisch mit Öko-Siegel tatsächlich nachhaltig

(Berlin, 3. Mai 2012) Am 20. April war in Deutschland „Fish Dependence Day“. Jeder Fisch, der seitdem auf deutschen Tellern landet, stammt nicht mehr aus europäischen Gewässern, sondern aus dem Ausland. Rein rechnerisch ist Deutschland damit für den Rest des Jahres vollständig auf den Import von Fisch

und Meeresfrüchten angewiesen, wie die Meeresschutzinitiative Ocean2012 errechnet hat. Ursächlich sei die anhaltende Überfischung der europäischen Meere. Viele Verbraucher setzen deswegen auf Fisch mit Nachhaltigkeitssiegel. Deren Aussagekraft stellen jetzt zwei deutsche Forscher infrage.
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Märchenwald

(Stuttgart, 06. Februar 2012) Durch jedes dritte Märchen der Gebrüder Grimm rankt sich das Thema Wald. Meist ist er dann ein magischer, dunkler Ort in dem Hexen, Zauberer oder wilde Tiere ihr Unwesen treiben. Zum Glück gibt es auch den umgekehrten Fall, dass ein Esel, ein Hund, eine Katze und ein Hahn eine Horde wilder Räuber in die Flucht schlagen oder

ein Bär sich als Königssohn entpuppt. Vor 200 Jahren wurde die Märchensammlung der Gebrüder Grimm zum ersten Mal publiziert. Grund genug für das Haus des Waldes ein Jahr lang dem Wald ganz märchenhaft mit der Sonderausstellung Märchenwald auf den Grund zu gehen. Die Ausstellung wurde von Ines Linke, Mitglied von WINK, konzipiert und realisiert.
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Bottled Life - Die Wahrheit über Nestlés Geschäfte mit dem Wasser

(Zürich, 06. Februar 2012) Wie verwandelt man Wasser in Geld? Es gibt eine Firma, die das Rezept genau kennt: Nestlé. Dieser Konzern dominiert den globalen Handel mit abgepacktem Trinkwasser. Der Schweizer Journalist Res Gehriger macht sich auf, einen Blick hinter die Kulissen des Milliardengeschäfts zu werfen. Nestlé blockt ab. Es sei der falsche Film zur falschen Zeit, heisst es in

der Konzernzentrale. Doch der Journalist lässt sich nicht abwimmeln. Er bricht auf zu einer Entdeckungsreise, recherchiert in den USA, in Nigeria und in Pakistan. Die Expedition in die Welt des Flaschenwassers verdichtet sich zu einem Bild über die Denkweisen und Strategien des mächtigsten Lebensmittelkonzerns der Welt. Über einen Filmstart in Deutschland wird momentan verhandelt.
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Nahrungsmittelverschwendung Schweiz

(Zürich, 30. Januar 2012) Foodwaste will den Diskurs zum Thema Nahrungsmittelverluste und -verschwendung anstossen und Zusammenhänge in der Nahrungsmittelkette aufzeigen. Ein Blog greift aktuelle Beispiele auf, die umfangreiche Presse- und Publikationenliste bietet einen umfassenden Einblick

in das Thema. Das Thema ist ganz und gar kein rein schweizerisches - die vielen Tafelläden in Deutschland sprechen für sich. Hoffentlich generiert eine Vernetzung der Protagonisten eine grössere Öffentlichkeit. Es wäre neben dem Projekt auch den westlichen Gesellschaften zu wünschen.
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UNEP: „Grünes“ Wirtschaften weltweit auf Wachstumskurs

(Berlin, 1. Dezember 2011) Der Umbau der Weltwirtschaft in Richtung Nachhaltigkeit ist keine Gefahr für Wohlstand und Wachstum, sondern kann das globale Bruttosozialprodukt (BIP) sogar erhöhen und Millionen zusätzliche Jobs schaffen. Das ist die Kernaussage eines Mitte November veröffentlichten Berichts des Umweltprogramms der Vereinten Nationen, UNEP, an dem Hunderte Experten drei Jahre lang gearbeitet haben. Voraussetzung für den Wandel von der „braunen“ zur „grünen“ Weltwirtschaft sind demnach Investitionen in

Höhe von zwei Prozent der weltweiten Wirtschaftsleistung in zehn Schlüsselsektoren, entsprechend rund 1.300 Milliarden US-Dollar im Jahr. Weltweit wird immer mehr Geld in die „Green Economy“ gelenkt. Die Volksrepublik China etwa will Nachhaltigkeitstechnologien und erneuerbare Energien in den kommenden fünf Jahren mit 468 Milliarden US-Dollar fördern, das ist mehr als doppelt so viel Geld wie in den vorausgegangenen fünf Jahren. Etliche weitere Staaten verfolgen ähnliche Strategien – und verzeichnen Erfolge.
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Bundesregierung bremst bei der nachhaltigen Entwicklung

(Berlin, 22. September 2011) Die Bundesregierung will zentralen Empfehlungen des Rates für Nachhaltige Entwicklung (RNE) zur Förderung des ökologischen Landbaus in Deutschland nicht nachkommen. Das geht hervor aus einer Antwort der Bundesregierung vom 13. September auf eine Kleine Anfrage der Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen. Der Nachhaltigkeitsrat hatte der Bundesregierung im Juli empfohlen, den Öko-Landbau deutlich auszubauen, dafür mehr Forschungsgelder bereitzustellen und ihn in seiner Weiterentwicklung als „Gold-Standard“

für das Leitbild einer nachhaltigen Landwirtschaft zu etablieren. Nach RNE-Einschätzung ist dies zum Erreichen grundlegender Ziele der deutschen Nachhaltigkeitspolitik nötig und auch ökonomisch vernünftig. Deutsche Bio-Bauern können die steigende Nachfrage nach Öko-Produkten nicht decken. Dies führt zu umweltbelastenden Importen aus dem Ausland. Ungeachtet dessen sieht die Bundesregierung keinen Anlass zu einer Neuorientierung ihrer Agrarpolitik. Diese sei „insgesamt auf eine nachhaltige Landwirtschaft ausgerichtet“.
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Tanzen gegen den Klimawandel

(Darmstadt, 13. September 2011) Letze Woche wurde die zweite ORGANIC DISCO in Darmstadt veranstaltet, im Rahmen des Überlebenskunst-Festivals gab es ebenfalls eine mit Fahrrädern angetriebene Party, bei der nur Musik läuft, wenn genügend Besucher kräftig in

die Pedale treten und am 24.September findet die Silent Climate Parade (SCP) in Berlin statt. All diese Konzepte treten an, um Tanzkultur und Klimaschutz zu vereinen und mit Bewegung, guter Laune mehr Bewusstsein für Umwelt und Klimawandel zu schaffen.
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Bäume pflanzen für den virtuellen Wald

(Zürich, 5. Juli 2011) Die Aktion "Unser Baum" findet im Internet statt. Jeder, der Lust hat, kann unter www.unserbaum.ch seinen eigenen Baum pflanzen, wo immer er möchte und eine Geschichte dazu erzählen. Diese kann von einem echten Baum handeln, oder frei erfunden sein. Die Aktion im Internationalen Jahr der Wälder

soll über Facebook und Twitter Menschen zusammenführen, die zumindest eines eint: Interesse an Bäumen, Wald und Natur. Und vielleicht, ja vielleicht, erwachsen daraus ja auch andere, echte Baumpflanzaktionen. Die Social-Web-Community überrascht derzeit ja öfter mit spontanen Grossaktionen. Machen Sie mit!
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Holzindustrie soll Wälder retten

(Berlin, 02. Februar 2011) Sie bieten Brenn- und Baumaterial, Nahrung und vor allem saubere Luft. Doch die Wälder auf der Welt verschwinden massenhaft. Das belegt auch

der jüngste Welt-Waldbericht der Uno. Das nun ausgerufene "Jahr der Wälder" soll dem entgegenwirken. Die Vereinten Nationen setzen dabei auf die Holzindustrie.
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Aus aktuellem Anlaß – wer kennt's (nicht)?

(New York, 10. Dezember 1948) Die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte

Präambel
Da die Anerkennung der angeborenen Würde und der gleichen und unveräußerlichen Rechte aller Mitglieder der Gemeinschaft der Menschen die Grundlage von Freiheit, Gerechtigkeit und Frieden in der Welt bildet, da die Nichtanerkennung und Verachtung der Menschenrechte zu Akten der Barbarei geführt haben, die das Gewissen der Menschheit mit Empörung erfüllen, und da verkündet worden ist, daß einer Welt, in der die Menschen Rede- und Glaubensfreiheit und Freiheit von Furcht und Not genießen, das höchste Streben des Menschen gilt, da es notwendig ist, die Menschenrechte durch die Herrschaft des Rechtes zu schützen, damit der Mensch nicht gezwungen wird, als letztes Mittel zum Aufstand gegen Tyrannei und Unterdrückung zu greifen, (...)

Artikel 1
Alle Menschen sind frei und gleich an Würde und Rechten geboren. Sie sind mit Vernunft und Gewissen begabt und sollen einander im Geiste der Brüderlichkeit begegnen.

Artikel 2
Jeder hat Anspruch auf alle in dieser Erklärung verkündeten Rechte und Freiheiten, ohne irgendeinen Unterschied, etwa nach Rasse, Hautfarbe, Geschlecht, Sprache, Religion, politischer oder sonstiger Anschauung, nationaler oder sozialer Herkunft, Vermögen, Geburt oder sonstigem Stand. Des weiteren darf kein Unterschied gemacht werden auf Grund der politischen, rechtlichen oder internationalen Stellung des Landes oder Gebietes, dem eine Person angehört, gleichgültig ob dieses unabhängig ist, unter Treuhandschaft steht, keine Selbstregierung besitzt oder sonst in seiner Souveränität eingeschränkt ist.

Artikel 3
Jeder hat das Recht auf Leben, Freiheit und Sicherheit der Person.

Artikel 4
Niemand darf in Sklaverei oder Leibeigenschaft gehalten werden; Sklaverei und Sklavenhandel in allen ihren Formen sind verboten.

Artikel 5
Niemand darf der Folter oder grausamer, unmenschlicher oder erniedrigender Behandlung oder Strafe unterworfen werden.

Artikel 6
Jeder hat das Recht, überall als rechtsfähig anerkannt zu werden.

Artikel 7
Alle Menschen sind vor dem Gesetz gleich und haben ohne Unterschied Anspruch auf gleichen Schutz durch das Gesetz. Alle haben Anspruch auf gleichen Schutz gegen jede Diskriminierung, die gegen diese Erklärung verstößt, und gegen jede Aufhetzung zu einer derartigen Diskriminierung.

Artikel 8
Jeder hat Anspruch auf einen wirksamen Rechtsbehelf bei den zuständigen innerstaatlichen Gerichten gegen Handlungen, durch die seine ihm nach der Verfassung oder nach dem Gesetz zustehenden Grundrechte verletzt werden.

Artikel 9
Niemand darf willkürlich festgenommen, in Haft gehalten oder des Landes verwiesen werden.

Artikel 10
Jeder hat bei der Feststellung seiner Rechte und Pflichten sowie bei einer gegen ihn erhobenen strafrechtlichen Beschuldigung in voller Gleichheit Anspruch auf ein gerechtes

und öffentliches Verfahren vor einem unabhängigen und unparteiischen Gericht.

Artikel 11
1. Jeder, der einer strafbaren Handlung beschuldigt wird, hat das Recht, als unschuldig zu gelten, solange seine Schuld nicht in einem öffentlichen Verfahren, in dem er alle für seine Verteidigung notwendigen Garantien gehabt hat, gemäß dem Gesetz nachgewiesen ist.
2. Niemand darf wegen einer Handlung oder Unterlassung verurteilt werden, die zur Zeit ihrer Begehung nach innerstaatlichem oder internationalem Recht nicht strafbar war. Ebenso darf keine schwerere Strafe als die zum Zeitpunkt der Begehung der strafbaren Handlung angedrohte Strafe verhängt werden.

Artikel 12
Niemand darf willkürlichen Eingriffen in sein Privatleben, seine Familie, seine Wohnung und seinen Schriftverkehr oder Beeinträchtigungen seiner Ehre und seines Rufes ausgesetzt werden. Jeder hat Anspruch auf rechtlichen Schutz gegen solche Eingriffe oder Beeinträchtigungen.

Artikel 13
1. Jeder hat das Recht, sich innerhalb eines Staates frei zu bewegen und seinen Aufenthaltsort frei zu wählen.
2. Jeder hat das Recht, jedes Land, einschließlich seines eigenen, zu verlassen und in sein Land zurückzukehren.

Artikel 14
1. Jeder hat das Recht, in anderen Ländern vor Verfolgung Asyl zu suchen und zu genießen.(...)

Artikel 19
Jeder hat das Recht auf Meinungsfreiheit und freie Meinungsäußerung; dieses Recht schließt die Freiheit ein, Meinungen ungehindert anzuhängen sowie über Medien jeder Art und ohne Rücksicht auf Grenzen Informationen und Gedankengut zu suchen, zu empfangen und zu verbreiten.

Artikel 20
1. Alle Menschen haben das Recht, sich friedlich zu versammeln und zu Vereinigungen zusammenzuschließen.
2. Niemand darf gezwungen werden, einer Vereinigung anzugehören.

Artikel 21
1. Jeder hat das Recht, an der Gestaltung der öffentlichen Angelegenheiten seines Landes unmittelbar oder durch frei gewählte Vertreter mitzuwirken.
2. Jeder hat das Recht auf gleichen Zugang zu öffentlichen Ämtern in seinem Lande.
3. Der Wille des Volkes bildet die Grundlage für die Autorität der öffentlichen Gewalt; dieser Wille muß durch regelmäßige, unverfälschte, allgemeine und gleiche Wahlen mit geheimer Stimmabgabe oder einem gleichwertigen freien Wahlverfahren zum Ausdruck kommen.

Artikel 22
Jeder hat als Mitglied der Gesellschaft das Recht auf soziale Sicherheit und Anspruch darauf, durch innerstaatliche Maßnahmen und internationale Zusammenarbeit sowie unter Berücksichtigung der Organisation und der Mittel jedes Staates in den Genuß der wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Rechte zu gelangen, die für seine Würde und die freie Entwicklung seiner Persönlichkeit unentbehrlich sind.(...)

Artikel 28
Jeder hat Anspruch auf eine soziale und internationale Ordnung, in der die in dieser Erklärung verkündeten Rechte und Freiheiten voll verwirklicht werden können.
 

"Kein Wirtschaftswachstum auf Kosten von Natur und Schöpfung"

(Berlin, 27. Januar 2011) In der brandenburgischen Landeshauptstadt Potsdam hat Anfang des Jahres das „Institute for Advanced Sustainability Studies“ (IASS) seine Arbeit aufgenommen. An dem 2009 gegründeten Spitzenforschungsinstitut für Klimawandel, Erdsystem und Nachhaltigkeit sollen international herausragende Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler Lösungen für globale Herausforderungen wie den Klima- und Ressourcenschutz finden. Die neue Denkfabrik soll auch einen wesentlichen Beitrag

zur Entwicklung einer nationalen Forschungsstrategie für Klimaschutz leisten und als Scharnier zwischen Wissenschaft, Politik und Gesellschaft dienen. Gründungsdirektor des IASS ist der ehemalige Bundesumweltminister und langjährige Chef des Umweltprogramms der Vereinten Nationen, Prof. Dr. Klaus Töpfer. Im Interview erklärt Töpfer, woran am IASS geforscht wird, was die industrielle Revolution mit Nachhaltigkeit zu tun hat und wie aus wissenschaftlichen Erkenntnissen Politik werden kann.
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Die dunkle Seite der digitalen Welt

(Hamburg, 5. Januar 2011) Hunderttausende schuften in Minen im Kongo, um Erze zu fördern, die in Handys, Laptops oder Flachbildschirmen verarbeitet werden. Mit dem Ertrag finanzieren bewaffnete Gruppen einen seit 15 Jahren dauernden Krieg.
Wie ein Wurm kriecht Simon* ins Innere der Erde, schiebt sich bäuchlings über nassen Lehm und kantigen Granit, durch einen

Stollen, so eng, dass er sich nicht umdrehen, kaum Luft holen kann. Zehn Meter, zwanzig, dreißig. Immer neue Gänge öffnen sich, verzweigen sich wieder und wieder, und überall in dieser modrigen, glitschigen Unterwelt dreschen Männer mit Hammer und Meißel auf den Fels ein, die Gesichter mit Staub bedeckt, die Augen geweitet von der Finsternis.(Quelle: Zeit-Magazin)
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Die Legende vom nachhaltigen Wachstum

(Zürich, 27. September 2010) Würden wir eine Welt vermissen, in der man sich zwischen drei Dutzend Fernsehprogrammen, Internet, DVD, Kino und anderen Zerstreuungen glaubt entscheiden zu müssen und in der Spaß zum Freizeitstress wird?
Wäre es nicht schöner, wieder mehr selbst zu gestalten? Mehr Zeit für die Kinder zu haben. Endlich mal wieder selbst Musik zu machen oder zu kochen, dem

Nachbarn zu helfen oder sich ehrenamtlich zu engagieren.
Aber wie soll das gehen bei 40 Stunden Arbeit pro Woche, manchmal auch mehr? Wer so viel arbeitet, möchte sich auch mal etwas gönnen: ein neues Auto, ein iPad, einen neuen Flachbildfernseher - die Playstation für die Kinder nicht zu vergessen. Und schon steckt man fest im Teufelskreis aus Konsumbedürfnissen und Zeitmangel.
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Umweltschützer kritisieren „Landnahme“ für Biosprit in Afrika

(Berlin, 13. September 2010) Die boomende Nachfrage nach Energiepflanzen wie Zuckerrohr oder Palmöl führt laut einer neuen Studie des internationalen Umweltschutznetzwerks „Friends of the Earth Europe“ (FoEE) zu zunehmenden Landaneignungen durch europäische und chinesische Investoren in Afrika. Ausländische Agrarkonzerne nutzen demnach in elf für die Studie untersuchten afrikanischen Staaten bereits Anbauflächen in der Größenordnung der Fläche

Dänemarks. Entscheidend vorangetrieben wird diese Entwicklung den Umweltschützern zufolge durch die Biosprit-Politik der Europäischen Union. Die von ihr aus Klimaschutzgründen erlassene Beimischungspflicht von Biokraftstoffen zu konventionellen Treibstoffen führe in Afrika zur Verdrängung von Anbauflächen für Nahrungsmittel. Ob der Flächenerwerb durch ausländische Investoren allerdings nur negative Folgen hat, ist unter Experten strittig.
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Earth Overshoot Day - Wir leben bis Silvester auf Pump

(Zürich, 28. August 2010) Stellen Sie sich vor: Seit dem 21. August ist Ihr ganzes Jahreseinkommen schon aufgebraucht. So geht es der Umwelt - ihre natürlichen Ressourcen sind für 2010 ausgeschöpft. Was die Weltbevölkerung bis Ende Jahr weiterverbraucht, kann die Natur nicht mehr erneuern. Der sogenannte Earth Overshoot Day, an dem die Ressourcenbuchhaltung der Erde in die roten Zahlen kippt, tritt jedes Jahr früher ein. Laut der Umweltorganisation Global Footprint Network hätte es heuer am 25. August so weit sein sollen,

doch nun haben wir noch etwas mehr konsumiert. Im Fall der Schweiz drückt vor allem der steigende Energieverbrauch auf die Bilanz: Unser Ressourcenverbrauch ist mehr als viermal so gross, als die Biokapazität unseres Landes erlauben würde. Und das verdeutlicht vor allem eines: Wir importieren natürliche Ressourcen auf Kosten jener Menschen und Regionen, die am wenigsten zur weltweiten Übernutzung beigetragen haben, aber immer stärker unter den Folgen leiden. Entnommen der WOZ Nr. 34 vom 26. August 2010, S. 2.
 

Sawadogos Leidenschaft für Bäume

(Zürich, 16. August 2010) Mit alten landwirtschaftlichen Methoden wird die Sahelzone fruchtbarer.

Sonnenuntergang auf dem Zentralplateau von Burkina Faso. Es war wieder ein brütend heißer Tag. Aber hier, auf dem Anwesen von Yacouba Sawadogo, ist die Luft merklich kühler. Mit einer Hacke über der Schulter marschiert der graubärtige Bauer leichtfüßig wie ein junger Mann über seine Felder. "Klimawandel ist ein Thema, bei dem ich ganz gut mitreden kann", sagt Sawadogo in seiner Stammessprache

Mòoré, die sich für uns wie ein tiefes, gemächliches Rumpeln anhört. Yacouba Sawadogo kann weder lesen noch schreiben, aber er ist ein Pionier der neuen Anbaumethode, die der westlichen Sahelzone seit einigen Jahren einen tiefgreifenden Wandel gebracht hat. Diese neue Methode setzt auf die Integration von Bäumen in die landwirtschaftliche Nutzung und ist eines der hoffnungsvollsten Beispiele dafür, wie selbst arme Leute den verheerenden Wirkungen des Klimawandels begegnen können.
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Fleisch - weniger ist mehr

(Zürich, 9. August 2010) Eine im Juni von der Erklärung von Bern herausgegebene Broschüre zum Thema Fleischkonsum fragt danach, ob Essen wirklich Privatsache ist.

Niemand lässt sich gerne vorschreiben, was und wie viel sie oder er essen darf. Auch nicht beim Fleisch, da vielleicht am allerwenigsten. Aber ist Essen tatsächlich eine rein private Angelegenheit? Mit der Diskussion über Fleisch und dessen Verzehr wird ein altes EvB-Thema wieder aktuell. Seit die EvB-Publikation «Unser täglich Fleisch. So essen wir die Welt kaputt» im Jahr 1992 erschienen ist, hat

sich der Fleischkonsum weltweit verdoppelt. Um diese Nachfrage zu befriedigen, muss immer mehr, immer schneller und immer billiger produziert werden. Bereits jetzt werden 30 Prozent der globalen Landfläche für die Produktion von tierischen Proteinen beansprucht. Dazu gehört auch die Produktion von Futter für Nutztiere, die inzwischen einen Drittel der weltweiten Ackerfläche in Anspruch nimmt. Lesen Sie hier über die dramatischen sozialen und ökologischen Auswirkungen unseres Fleischkonsums, und wie Sie dazu beitragen können, diese Entwicklung zu schwächen.
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Der Wald als Therapeut

(Wien, 2. August 2010) Viele Menschen“, so Dr. Eeva Karjalainen vom Institut für forstliche Forschung in Finnland, Metla, „fühlen sich in der freien Natur spürbar wohl. Trotzdem sind sich nur wenige darüber im Klaren, dass es bereits wissenschaftliche Beweise für den therapeutischen Nutzen der Natur gibt.“ Die Wälder – sowie andere Naturräume auch – können sich positiv auf Stress, Laune, Ärger und Aggressionspotential auswirken und gleichzeitig die Lebensfreude erhöhen. Der Aufenthalt im Wald trägt zur Stärkung des Immunsystems bei und erhöht dabei die Aktivität und Anzahl der natürlichen Killerzellen, die Tumorzellen zerstören können.
Zahlreiche Studien belegen, dass sich Menschen nach Stresssituationen

oder anderen mentalen Belastungen in der Natur besser erholen können als in der Stadt. Blutdruck, Herzschlag, Muskelspannung und Stresshormonspiegel sinken schneller in grüner Umgebung. Depressionen, Ärger und Aggressivität reduzieren sich in der freien Natur und das Spielen der Kinder im Grünen wirkt sich positiv auf ADHD-Symptome aus.
Die Natur trägt jedoch nicht nur zu unserem emotionalen und seelischen Wohlbefinden bei, sie liefert auch Wirkstoffe für mehr als die Hälfte der verschriebenen Medikamente. So wird z.B. Taxol, das zur Behandlung von Brust- und Eierstockkrebs eingesetzt wird, aus der Eibe gewonnen, während das Karies hemmende Xylitol aus Birkenrinde hergestellt wird.
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Neun von zehn Offroadern fahren im Flachland

(Zürich, 19. Juli 2010) Wegen der vielen Berge soll die Schweiz viel weniger strenge Effizienzziele für neue Autos bekommen als die EU. Aber: 87% der schweren Allrad-Fahrzeuge fahren im Flachland.
Bis 2015 dürfen die Neuwagen in der EU im Durchschnitt noch maximal 130 Gramm CO2/km ausstossen. Die Schweizer kaufen die selben Autos, trotzdem will die Umweltkommission des Nationalrats für die Schweiz ein eigenes Emissionsziel von 150 g CO2/km. Das wichtigste Argument für den höheren Wert: In der Schweiz gibt es viele Berge, und darum brauche es hierzulande stärkere Autos. Neue Berechnungen von Ernst Basler + Partner AG im Auftrag des WWF Schweiz zeigen jetzt aber: 87% der schweren Allradfahrzeuge über 2 Tonnen sind im Flachland unterwegs (Gemeinden unter 700 Höhenmeter). In der schwersten Kategorie (über 2,5 Tonnen) sind es sogar 91%. Den höchsten Anteil am Fahrzeugbestand im Kanton haben schwere Allradler

in Tessin, Zug und Schwyz, den tiefsten in Freiburg, Neuenburg und Jura. In wohlhabenden Flachland-Gemeinden wie Wollerau (SZ), Collina d’Oro (TI) oder Cologny (GE) sind über 10% aller Autos schwere Offroader – in vielen Berggemeinden wie Fieschertal (VS), Hinterrhein (GR) oder Sonogno (TI) gibt es praktisch keine solchen Fahrzeuge.   Das Gewicht ist bei Fahrzeugen der wichtigste Faktor für den CO2-Ausstoss: 100 Kilogramm zusätzlich erhöhen den Benzinverbrauch um einen halben Liter pro 100 km, so die Faustregel. Entsprechend höher ist auch der CO2-Ausstoss. Dabei wachsen die CO2-Emissionen des Verkehrs in der Schweiz seit Jahren kontinuierlich, obwohl sie drastisch sinken müssten. Effiziente Fahrzeuge sind der wichtigste Schritt dazu, und erst noch ein lohnenswerter: Laut einer Studie von McKinsey lässt sich mit keiner anderen Klimaschutz-Massnahme so viel Geld sparen wie mit effizienteren Fahrzeugen.
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Fluss-Revitalisierung fördert Vielfalt

(Zürich, 12. Juni 2010) An einem renaturierten Thurabschnitt fanden Studierende der ETH Zürich eine überdurchschnittliche Vielfalt von Kieselalgen und Insekten. Die Resultate überraschen selbst Profis und werfen ein neues Licht auf den Nutzen von Flussrenaturierungen.

Die Thur bietet unterhalb Frauenfeld, bei Niederneunforn-Altikon, ein anderes Bild als Tausend andere Flusskilometer

in der Schweiz: Auf rund 700 Metern wurde sie vor sieben Jahren renaturiert. Der Fluss erhält dadurch mehr Freiheit, sich sein Bett zwischen Kiesbänken zu formen. Dadurch entstehen Lebensräume mit sehr unterschiedlichen Fliessgeschwindigkeiten und Wassertemperaturen. Belege, dass sich diese Vielfalt auch positiv auf die Biodiversität auswirkt, liegen bisher allerdings kaum vor.
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"Nicht reden, pflanzen!"

(Roseau, 11. Mai 2010) Felix Finkbeiner wollte nicht mehr warten, bis die Erwachsenen endlich etwas gegen den Klimawandel tun. "Lasst uns in jedem Land der Erde eine Million Bäume pflanzen", forderte der Neunjährige seine Mitschüler(innen) in einem Referat auf. In über 70 Ländern ist die Initiative "Plant for the Planet" inzwischen aktiv, über eine Million Bäume wurden bereits gepflanzt

und die UN ernannte Felix zum Kinderbotschafter.
In dem Buch "Baum für Baum. Jetzt retten wir Kinder die Welt" erzählen Felix & Freunde wie viel Spaß es macht, mit Kindern auf der ganzen Welt zusammen anzupacken und erklären anschaulich, was es mit dem Klimawandel und dem Bäumepflanzen auf sich hat. Ein Buch für Kinder – aber auch für Eltern, Lehrer oder Politiker.
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Die Geschichte einer Fichte (aufgezeichnet von Franziska Meister)

(Zürich, 2. Mai 2010) Ich hatte kaum richtig Wurzeln geschla­gen, als ein gewaltiger Föhnsturm durch unseren Wald bei Birmensdorf fegte. Das war am 5. Januar 1919. Rund um mich herum ächzte und stöhnte es. Besonders beängstigend war das Knacken, mit dem einzelne Äste brachen und zu Boden krachten. Nie werde ich vergessen, wie mein hoch aufgeschossener Urgrossvater auf

der andern Seite des schma­len Waldpfades schiefer und schiefer zu werden begann, bis er unaufhaltsam ins Kippen geriet und mit dumpfem Grollen keine zwei Meter neben mir auf den Waldboden schlug. Sein riesiger Wurzelteller ragte fast ebenso hoch in den dunkelgrauen Sturmhimmel wie die Äste seiner Baumkrone, die noch Momente zuvor alle unsere Nachbarn überragt hatte.
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Energieverbrauch wegen Wirtschaftskrise rapide gefallen

(Berlin, 19. März 2010) In Deutschland wurde im vergangenen Jahr so wenig Energie verbraucht wie zuletzt Anfang der 1970-er Jahre. Damit fielen auch die CO2-Emissionen 2009 stärker als je zuvor seit Bestehen der Bundesrepublik. Das geht aus neuen Berechnungen der Arbeitsgemeinschaft Energiebilanzen (AGEB) und des Umweltbundesamtes (UBA) hervor. Mit Anstrengungen für mehr Energieeffizienz und für Klimaschutz hat der Rückgang allerdings nur wenig zu

tun. Ursache der beiden Trends sind die Finanz- und Wirtschaftskrise und deren Wirkung auf die Energienachfrage. Die deutsche Wirtschaftsleistung brach 2009 um fünf Prozent gegenüber dem Vorjahr ein, die Energienachfrage sogar um sechs Prozent. Energie- und Umweltexperten warnen die Bundesregierung davor, sich in falscher Sicherheit zu wähnen. Mit einem Konjunkturaufschwung könnten Energieverbrauch und CO2-Emissionen schnell wieder ansteigen.
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„Grüne“ Geldanlagen: Riesendefizite bei Kundenberatung

(Berlin, 4. Februar 2010) Wer sein Geld in Umwelt- oder Nachhaltigkeitsfonds anlegt, kann tonnenweise CO2 vermeiden helfen. Das lässt sich der vom Bundesumweltministerium beauftragten Studie Klimaeffekte von Kapitalanlagen entnehmen, deren erste Ergebnisse Ende Januar vorgestellt wurden. Darin heißt es, dass ein Sparer, der 10.000 Euro in nachhaltige Finanzprodukte anlegt, im Schnitt 1,8 Tonnen weniger CO2-Emissionen mitverantwortet als bei einem Investment in eine konventionelle

Anlage – bei vergleichbarer Rendite. Dahinter steht die Überlegung, dass jeder Investor mit seiner Einlage nachhaltigere oder weniger nachhaltigere Unternehmen mitfinanziert und damit höhere oder niedrigere Emissionen. Trotz Klimavorteilen und vergleichbarer Rendite stecken nachhaltige Finanzprodukte aber noch in der Nische. Eine Umfrage der deutschen Finanzwirtschaft offenbart, dass das auch an der Beratung zu nachhaltigen Anlagemöglichkeiten liegt.
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Fast-Food-Steuer in Rumänien, aber nicht in Deutschland

(Berlin, 13. Januar 2010) Für Cola, Fast-Food-Burger, fettreiche Schokoriegel und andere ungesunde Lebensmittel sollen im EU-Mitgliedsstaat Rumänien künftig höhere Steuern fällig werden. Von entsprechenden Plänen des rumänischen Gesundheitsministeriums berichtet der europäische Online-Nachrichtendienst Euractiv. Die Südosteuropäer wollen demnach ab März 2010

alle inländischen Unternehmen, die ungesundes Essen importieren, produzieren oder verkaufen, mit einer Gesundheitsabgabe belegen. In Europa erhebt bereits Dänemark eine Abgabe auf gesundheitlich bedenkliche Lebensmittel, in Asien könnte bald Taiwan nachziehen. Bundesverbraucherschutzministerin Ilse Aigner lehnt eine solche Steuer für Deutschland ab.
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"Nicht mal genug für Särge"

(Zürich, 15. Dezember 2009) Mehr als eine Billion US-Dollar haben die Industrieländer bereitgestellt. Allerdings nicht für den Klimaschutz, sondern um die Finanzmarktkrise zu bekämpfen. In Kopenhagen kann man von solchen Summen nur träumen. Das Geld reiche nicht aus "um genug Särge zu kaufen", sagte der Sudaner Lumumba Di-Aping, Vorsitzender

des Blocks der Entwicklungsländer.
Der Journalist Bernhard Pötter schildert in seinem Reportagebuch "Tatort Klimawandel. Täter, Opfer und Profiteure einer globalen Revolution", was in Kopenhagen wirklich auf dem Spiel steht. Er ist quer über den Globus gereist und hat Betroffene, Verursacher und mögliche Gewinner der Klimakrise besucht.
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Streit um Standards für energieeffiziente Gebäude

(Berlin, 13. November 2009) In der Europäischen Union sollen ab dem Jahr 2019 nur noch Null-Energiehäuser gebaut werden. Das will zumindest das Europäische Parlament. Neubauten dürften dann nicht mehr Energie verbrauchen, als sie selbst bereitstellen können, etwa mittels Sonnenkraftwerken oder Wärmepumpen. Die Europäische Kommission

lehnt das ab. Sie will keine Null-, sondern nur Niedrig-Energiehäuser in einer Richtlinie festschreiben und den Mitgliedsstaaten die genauen Kriterien für solche Gebäude freistellen. Nachhaltigkeitsexperten hadern mit dieser Linie. Interessenverbände der Immobilienwirtschaft dagegen loben den Kommissionsentwurf.
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Menschenrechte: 60 Jahre danach

(Berlin, 11. November 2009) Auf der Flucht vor Zwangsheirat, hinter Gittern wegen der "falschen" Meinung, in der Textilfabrik von Kindesbeinen an: Auch sechzig Jahre nach Erklärung der Allgemeinen Menschenrechte ist die Frage nach Freiheit und Würde

des Menschen aktuell. Sind Menschenrechte universell? Wer verfolgt Verstöße gegen Menschenrechte? Und wie sieht die Situation in verschiedenen Regionen aus? Die Bundeszentrale für politische Bildung hat sich dieser Fragen angenommen.
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Ein Kraftwerk für Zuhause

(Zürich, 2. November 2009) Eine Heizung, die Wärme spendet und gleichzeitig sauberen Strom für alle erzeugt? Der Ökostromanbieter Lichtblick und Volkswagen bringen 2010 ein Zuhause-Kraftwerk auf den Markt, das für Wärme sorgt und eine nachhaltige Ergänzung

zu erneuerbaren Energien ist. Auf der Basis effizienter Technologien produziert VW Gasmotoren, die in die Blockheizkraftwerke „Eco-Blue“ eingebaut werden. Wie das Ganze funktioniert und was es bringt, lesen Sie unter folgendem Link zum Oeko-Institut.
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Von Hand

(Zürich, 31. Juli 2009) "Das Magazin" hat in der Ausgabe Nr. 30 eine wunderbare Reportage über das Wesen des Handwerks am Beispiel Schwedischer Schreiner veröffentlicht.
Dazu Schreiner Anders:"Kennst du dieses Gefühl,

das Leben ist nur ein Traum? Sobald ich mit meinem Können etwas realisiert habe, fühle ich mich in der Wirklichkeit verankert." Kommt in der "sinnfreien Epoche" das Handwerk zurück in das Leben der Menschen?

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Das Selbstbild stimmt nicht

(Zürich, 16. Juli 2009) In einem Beitrag in der NZZ korrigiert Otfried Höffe, Professor für Philosophie an der Uni Tübingen unser Selbstbild von der alternden, vergreisenden

und innovationshemmenden Gesellschaft.
Sein Fazit: die Lebensphasen verschieben sich und das daraus entstehende Potenzial ist noch längst nicht ausgeschöpft.
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Wenn der Naturschutz Menschen bedroht

(Zürich, 25. Juni 2009) Seit zwölf Jahren schützt der Masoala-Nationalpark im Nordosten Madagaskars die reichhaltige und einzigartige Biodiversität. Möglich war die Einrichtung des Parks nicht zuletzt durch die Unterstützung

des Zürcher Zoos. Die Ethnologin Eva Keller forscht seit über zehn Jahren auf der afrikanischen Insel und berichtet in einem Beitrag für die NZZ über die Auswirkungen des Nationalparks auf die indigene Bevölkerung.
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Nachhaltiger Strom - nur eine Frage des Willens

(Berlin, 11. Juni 2009). Mit Hilfe von solarthermischen Kraftwerken könnten rund ein Viertel des weltweiten Strombedarfs in den Wüstenregionen der Sahara erzeugt werden. Diese Ansicht vertritt nicht nur Greenpeace,

sondern auch Unternehmer und zahlreiche Fachleute. Dass Strom weiterhin überwiegend nicht umweltfreundlich erzeugt wird, liegt einzig und allein am politischen Willen und am Geld, so Greenpeace.
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Die Wirtschaftskrise ist gut für den Regenwald

(Zürich, 2. Mai 2009) Die Abholzung am Amazonas geht wegen der Weltwirtschaftskrise derzeit zurück - zumindest vorübergehend. Weil brasilianisches Roheisen auf dem Weltmarkt kaum noch Absatz findet,

qualmen auch weniger Holzkohle-Meiler und es wird weniger Holz dafür benötigt.
Ein Beitrag von Wolfgang Kunath in der NZZ am Sonntag beschreibt das Phänomen und die Zusammenhänge.
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"Birdwachters" ab Mai in den Schweizer Kinos

(Zürich, 16. April 2009) Es wird kein Baum gefällt und kein Sägewerk gezeigt. Und doch geht es in «Birdwachters» um Wald, oder besser gesagt um die Zeit, nachdem der Wald verschwunden ist. Aber «Birdwachters» ist nicht einfach eine Anklage gegen die Vernichtung der Regenwälder in Brasilien. Dafür fehlen auch die üblicherweise verwendeten Stilmittel, um die vorgefertigten Denkmuster in die Köpfe der Zuschauer zu schleusen, die dann wiederum schnell in Gut und Böse einteilen können. Stattdessen kommt das Werk in einer unaufgeregten Art daher, die für die Filme aus dem Hause Trigon typisch ist. Was schon im Dokumentarfilm «Congo-River» zu bemerken war, gilt auch für den nun vorliegenden Spielfilm rund um Wald und Naturumgang. «Birdwachters» zeigt das Leben des indigenen Indianerstammes «Guarani-Kaiowá», die in einem Reservat im brasilianischen Amazonasgebiet in Nachbarschaft mit den Feldern der Weis­sen leben. Doch das Stück Wald, abgeschnitten durch Strassen und Landwirtschaft, kann den Stamm nicht mehr ernähren, keine Zukunft bieten. Stattdessen fristen die Stammesmitglieder ein unerfülltes Dasein zwischen den Welten, das sich besonderes in der schwierigen Lage für die Jugendlichen zeigt. Der Stamm beschliesst, in sein angestammtes Territorium zurückzukehren, dort, wo die Seelen der Vorfahren wohnen, aber heute längst Getreide gedeiht. Und so leben die Indianer fortan auf dem Randstreifen zwischen Stras­se und Feld, wo einst Wald war, der ihnen reiche Jagdtbeute

sicherte. Der gleichsam ruhige wie kraftvolle Spielfilm des Regisseurs Marco Bechis über den expansiven Umgang des Menschen mit der Natur zeigt statt Anschuldigungen die einzig logische Konsequenz der Waldvernichtung auf. Es gelingt Bechis zu erklären, dass Naturzerstörung schlecht für alle Menschen ist, auch für diejenigen, die kurzfristig wirtschaftlich davon profitieren. Und so schafft es Bechis auch, das Prinzip der Nachhaltigkeit zu erklären, ohne den Zeigefinger dabei all zu hoch in die Luft strecken zu müssen. Er lässt die Vernunft auf leisen Sohlen daherkommen und kommt dabei ohne grosses Gehabe und ohne schockende Inszenierungen aus. Aber er thematisiert einfühlsam die vielschichtigen Konflikte, stellvertretend für die zahllosen Fälle auf der ganzen Welt. Und er zeigt die verschiedenen Denkweisen, die so unvereinbar miteinander scheinen, dass Lösungen dieser Konflikte in weiter Ferne liegen. Stellvertretend dafür steht die Szene, als der Farmer dem Stammesführer erklären will, dass schon sein Vater das Land urbar gemacht habe und er hart arbeite, damit dieses Land Früchte trage. Der Häuptling nimmt schweigend eine Handvoll Erde und kaut sie. Es braucht keine weiteren Erklärungen. Nicht darüber, wem das Land gehört und auch nicht über die Art der Verbindungen von Mensch und Natur. Man muss auch nicht mehr erklären, dass es bereits zu spät ist. Der Film läuft ab 30. April 2009 zunächst in ausgewählten Kinos in Zürich, Bern, Basel, Baden und Biel.
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Natur tut gut

(Zürich, 3. April 2009) Wald und Landschaft haben einen bedeutenden, bislang unterschätzten Einfluss auf die menschliche Gesundheit. Dies zeigen neue Studien aus der Schweiz und anderen Ländern

Europas, die anlässlich der internationalen Fachtagung "Gesundheit und Erholung in Wald und Landschaft" an der Eidgenössischen Forschungsanstalt WSL in Birmensdorf vorgestellt wurden.
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Zeitlos

(Weimar, 1. April 2009) Genau heute vor 90 Jahren wurde das staatliche Bauhaus in Weimar gegründet. Gefeiert wird deshalb das ganze Jahr, auch in Dessau, wo der Gründer Walter Gropius mit dem Neubau der Hochschule für Gestaltung ein architektonisches Manifest der Moderne schuf.
Das Bauhaus nimmt in der Geschichte von Kultur, Architektur, Design, Kunst und neuen Medien des 20. Jahrhunderts eine besondere Rolle ein. Als eine der ersten Hochschulen für Gestaltung führte es eine Reihe der herausragendsten Architekten und Künstler seiner

Zeit zusammen und war neben pädagogisch innovativer Ausbildungsstätte auch Produktionsort und Fokus internationaler Diskussionen. Wie kaum eine andere Institution hat sich das Bauhaus innerhalb einer krisenhaften Situation der Industriegesellschaft der Frage nach der Beherrschbarkeit des Modernisierungsprozesses mit den Mitteln der Gestaltung gestellt. Auf der Seite www.bauhaus-dessau.de findet sich das Programm im Jubiläumsjahr in Dessau. Ein Kalender mit den vielen Terminen findet sich auf der Seite der Universität Weimar.
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Landschaften spiegeln schon heute den Klimawandel

(Berlin, 19. März 2009) „Warum“, fragt Hubert Weinzierl, Mitglied des Rates für Nachhaltige Entwicklung und Präsident des Deutschen Naturschutzrings (DNR), „geben wir nicht ebensoviel Geld für

die Rettung der Erde aus wie für die Rettung von Banken?“ Es war keine bloß rhetorische Frage, die Weinzierl Mitte März zu Beginn einer Tagung über Energielandschaften der Zukunft stellte.
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