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Zum Selbstverständnis

Der Mensch entstammt der Natur und ist damit Teil des natürlichen Systems. Gleichzeitig ist er ein intensiv kulturschaffendes Wesen, wie keine andere Kreatur vor oder neben ihm. Also bewegt sich der Mensch in Abhängigkeit von der Natur hin zur kulturellen Umwelt. Durch dieses gestalterische Wirken greift er in die natürliche Evolution, die belebte und unbelebte Umwelt ein. Eine besondere Intensität erreichte dieses Verhalten ausgehend von der Industrialisierung während der letzten 150 Jahre. Die Geschwindigkeit und das Potential der Veränderung nehmen weiter zu. Bis heute erfolgen Eingriffe vielfach ohne hinreichendes Wissen und kritische Würdigung über die Zusammenhänge in der Natur und der Zukunft des Lebens auf der Erde. Tendenziell besteht deshalb ein Nachhaltigkeitsdefizit im menschlichen Verhalten. In erster Linie im sozioökonomischen Agieren, als stärkste Kraft des gestaltenden und kulturellen Menschen.

Vermutlich aus der Not heraus wegen bedrohlicher Übergriffe des Menschen auf das Ökosystem Wald, entwickelte sich vor über 200 Jahren der Gedanke der nachhaltigen Bewirtschaftung als praktische und vernünftige Handlungsanleitung. Deshalb ist für die Verantwortungsträger aus Politik und Wirtschaft heute, das Wissen aus der Geschichte der Waldwirtschaft, einem Netzwerk mit beachtlichem Kollektivgedächtnis, besonders wertvoll. Der historische Lernprozess des Menschen durch die Bewirtschaftung der Wälder als Ursprung der nachhaltigen Systemwirtschaft kann zur Initialzündung für eine generelle zukunftsfähige Wirtschaftweise dienen.

Heute ist der Begriff der Nachhaltigkeit in aller Munde. Wurde dieser in den 80er Jahren noch äußerst sparsam in den Redemanuskripten der Politiker verwendet, fehlt er heute kaum noch in Äußerungen und dient oft als Steigerungsadjektiv und wird so instrumentalisiert. Bisher nur unzulänglich gelungen, das Prinzip der nachhaltigen Wirtschaft auf unterschiedliche Systeme zu übertragen. Eine Ausnahme bildet die landwirtschaftliche Nutzung auf ökologischer Grundlage. Sie hat diesen Gedanken erfolgreich aufgenommen.

Schwieriger wird eine Transferleistung auf Systeme, die sich durch die Stufe der Verarbeitung und der Stofferzeugung weiter entfernt vom Dialog mit der sie umgebenden Umwelt befinden. Ob Werkstoffe wie Aluminium und Kunststoff, Produkte wie Computer, Handy oder Auto - die Rohstoffe dafür stammen aus der Natur. Solche Wirtschaftszweige sprechen offensichtlich zu oft eine andere Sprache. Die Einführung von nachhaltigen Wirtschaftskonzepten in der Natur entlegenere Wirtschaftsbereiche stellt den Scheidepunkt der Diskussion um die notwendige Nachhaltigkeit bei der künftigen Entwicklung der Gesellschaften dar. Bisher fielen die wohlformulierten Ansätze auf ihre theoretischen Wurzeln allgemeiner Art zurück. Praktisch anwendbar und nutzenbringend waren sie bisher nur wenig.

Hier setzt die Werkstatt innovativ nachhaltiger Konzepte an.

Nachhaltige Wirtschaft setzt ein Verantwortungsbewusstsein der Akteure voraus. Dazu sind neben Unternehmern, die sich zu ihrer Verantwortung bekennen, wissende Verbraucher unerlässlich. Deshalb scheiden bei der Betrachtung solche Unternehmen und Systeme aus, die lediglich einseitig auf die individuelle Bereicherung zielen. Jedes Unternehmen in Urerzeugung, Industrie, Handel und Dienstleistung bedient sich der allgemeinen Umwelt. Dadurch entseht dieses Verantwortungsprinzip. Aufgrund dieser komplexen Zusammenhänge kann nur erfolgreich entwickeln, wer Wirtschaft, Wissenschaft und Bildung vereint.

Experten der Waldwirtschaft, Ingenieure der Natur, können das Wissen um nachhaltige Konzeptionen und deren Verwirklichung in wirtschaftende Systeme einbringen. Indem Sie mit anderen Wissenschaftlern und Fachleuten interdisziplinär zusammen-arbeiten entsteht WINK, die Werkstatt innovativ nachhaltiger Konzepte.

WINK versteht sich als Institut für angewandte Forschung und projektbezogenes Unternehmertum. Das Netzwerk begreift sich als Werkstatt. Ein Ort, an dem etwas Neues, Dauerndes entsteht. Etwas, das gewünscht, gebraucht und nutzbringend für den Menschen ist. Innovative Lösungen sind der Motor für Entwicklung. Sich trauen, etwas versuchen und auch Verwerfen sind die Antriebskräfte der Evolution. Dieses Prinzip wenden Menschen in Werkstätten an. Erst dann kann das nachhaltige Konzept als schöpferisch geistige Leistung entstehen.

 

 

 

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